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Wärme aus der Kälte ziehen, wie geht das? Ein kalter Schneeball macht warme Hände. Nach einer lebhaften Schneeballschlacht glühen sie.

Zunächst ziehen sich die Blutgefäße der Hand bei Kälte zusammen. Es wird weniger Sauerstoff zu den Geweben transportiert und es kommt dort zur Ansammlung von Wirkstoffen im Blut (z.B. Prostacyclin, EDHF, NO), die eine Erweiterung des Blutgefäßes triggern. Dies nennt man dann „reaktive Hyperämie“.

Genau das passiert bei einem Knie Guss mit kaltem Wasser eben im Unterschenkel. Bei wiederholten Anwendungen werden die Blutgefäße trainiert und dies nennt der „Wasserdoktor“ Kneipp Abhärtung.

Der kalte Wasserfilm macht die Wade richtig kalt. Wenn es anfängt zu schmerzen hört man auf. Man streift das Wasser ab, zieht über die feuchten Füße die Strümpfe und hält sie durch Laufen oder andere Arbeiten in Bewegung. Schnell wird es wohlig warm. Man spürt richtig die Durchblutung. Der Körper selbst beginnt zu arbeiten und die Beine aufzuheizen.  

 

Werden diese Kniegüsse täglich gemacht, kann bald auf Schenkelgüsse (über das gesamte Bein) übergegangen werden. Nach einiger Zeit zeigen sich auch die langfristigen positiven Effekte: Die Füße werden nicht mehr so kalt, der Blutdruck gleicht sich aus, der ganze Organismus wird widerstandsfähiger gegen Krankheiten – er wird „abgehärtet“.

Vor jedem kalten Guss müssen aber die Füße warm sein. Also erst ein Fußbad oder körperliche Bewegung, dann der Guss! 

Und ganz praktsich sieht das so aus: ........

 

Wann wende ich den kalten Guss an:

  • Zum Abhärten: täglich morgens oder abends
  • Als „Cool down“ am Abend: das Wasser anschließend nur abstreifen von den Beinen, Strümpfe anziehen und Ruhe geben oder ins Bett gehen
  • Bei chronisch kalten Füßen:  täglich morgens oder abends
  • Bei schlaffem Bindegewebe oder Venenschwäche: täglich, vorzugsweise am Abend
  • Bei arteriellen Durchblutungsstörungen ohne Ruheschmerz
  • Bei Einschlafstörungen
  • Bei Bluthochdruck: täglich, vorzugsweise am Abend

Wie führe ich den Guss praktisch durch?

  • Ein weicher Wasserstrahl soll über Fuß und Unterschenkel bis oberhalb vom Knie über das Bein fließen.
  • Der Wasserstrahl wird dabei an Rückseite und Vorderseite des Beines entlang der abgebildeten Linien geführt.
  • Der „Wasserstrahl“ muss so weich auf der Haut auftreffen, dass sich ein Wassermantel über die Haut legt. Deshalb eignet sich ein normaler Duschkopf auch schlecht für eine Gussanwendung. Man kann stattdessen den Duschkopf durch einen Kneipp Gussaufsatz ersetzen.
  • Anschließend das Wasser abstreifen, nicht abtrocknen.
  • Denn entweder aktive Bewegung oder die Füße warm einpacken (Sollten die Füße trotzdem länger als 10 Minuten kalt bleiben, dann nehmen Sie ein kurzes warmes Fußbad (38°C).
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